Josh Schwartz
Joshua Schwartz wurde am 06. August 1976 in Providence, Rhode Island, als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Seine Eltern Honey und Steve sind als Spielzeugdesigner beim weltweiten Konzern Hasbro tätig. Nch seinem Schulabschluss ging er an die Westküste und studierte an der Film- und Fernsehschule der Universität von Südkalifornien (USC). Seine arriere als Drehbuchautor begann bereits in dieser Zeit,als er sein erstes Drehbuch an Columbia Pictures verkaufte. Damit waren ihm bald viele Türen geöffnet und boten ihm Möglichkeiten, in der Film- und Fernsehbranche tätig zu werden. Bereits 2000 entwickelte er seine erste Serie: "Brookfield", die auf ABC laufen sollte, es nach der Pilotfolge aber leider nicht ins Programm schaffte. Ebenso "Wall to Wall Records" für Warner Bros. Im darauf folgenden Jahr. Mit "O.C., California" gelang ihm 2003 schließlich der Durchbruch.

Joshs Metier ist das Fernsehen, und darauf konzentriert er sich auch neben seiner Arbeit an "O.C., California". 2004 wurde er vom Sender FOX angesprochen, einen Ableger zu entwickeln. "Athens" sollte in Neuengland spielen und das Leben von einigen Studenten an einem Elitecollege zeigen. Es wurde jedoch schnell klar, dass es für den jungen Serienmacher nicht möglich sein würde, sich um zwei Serien gleichzeitig zu kümmern, und heute bereut Josh die Idee. Kurz danach war ein weiteres "O.C., California"-Spinoff geplant, das es jedoch auch nicht auf die Bildschirme schaffte. Die Serie sollte von Kaitlin Cooper handeln, Marissas jüngere Schwester, die auf einem Internat lebt. Auch die Adaption eines beliebten Jugendbuches namens "Looking for Alaska" war im Gespräch, doch aus Zeitgründen hat Josh es bisher nicht geschafft, das Drehbuch zu beenden.

Stattdessen lenkte er seinen Fokus wieder verstärkt auf "O.C., California", das seit der dritten Staffel mit enormen Zuschauereinbrüchen zu kämpfen hatte und am 22. Februar 2007 schließlich nach insgesamt 92 Folgen eingestellt wurde. Doch Josh musste nicht lange auf neue Arbeit warten. Bereits 2006 wurde er von den Lizenzinhabern der Filmrechte für die erfolgreiche amerikanische Buchreihe "Gossip Girl" über das Leben der Kinder reicher Eltern in New York City angesprochen, ob er die Buchreihe nicht gemeinsam mit seiner O.C.-Kollegin Stephanie Savage in einer Fernsehserie umsetzen würde. Die Serie läuft seit Herbst 2007 auf dem US-Sender TheCW mit durchschnittlichen Quoten, hat jedoch eine große Fangemeinde unter den sehr jungen Zuschauern und ist ständiges Gespräch in Internetforen und Blogs. Der Sender hat große Hoffnungen für die Serie und sie wurde bereits für eine zweite Staffel verlängert.

Noch bevor "Gossip Girl" auf dem Plan stand, hatte Josh jedoch gemeinsam mit einem ehemaligen Kommilitonen der USC, Chris Fedak, sogar eine weitere Serie entwickelt. Die Action-Comedy "Chuck" war zunächst als Skript für einen Kinofilm angelegt, doch konnte Josh seinen Freund überreden, daraus eine Pilotfolge für eine Comedyserie zu machen. Auch diese Serie ging im Herbst 2007 auf Sendung, auf dem Sender NBC, und auch hier arbeitet Josh mit einem O.C.-Kollegen, dem Regisseur McG, zusammen. "Chuck" war der erfolgreichste Neustart des Senders und wurde nach einer auf Grund des Autorenstreiks verkürzten ersten Staffel ebenfalls für eine zweite verlängert.

Die Serienwelt hat also noch lange nicht genug von Josh Schwartz, der es immer wieder schafft mit neuen, interessanten Konzepten und viel Selbstironie die Fernsehzuschauer begeistern. Nun bleibt zu hoffen, dass er trotz doppelter Belastung aus den Fehlern von O.C. gelernt hat und noch lange Jahre dem Fernsehgeschäft erhalten bleibt.
© Sandra G. & Nadine Watz – myFanbase